Fichtelgebirge in Zahlen Schneeberg, Ochsenkopf & die höchsten Gipfel im Überblick 2026

Fichtelgebirge in Zahlen: Schneeberg, Ochsenkopf & die höchsten Gipfel im Überblick 2026

Das Fichtelgebirge gehört zu den markantesten Mittelgebirgslandschaften Bayerns. Im Nordosten des Freistaats treffen ausgedehnte Wälder, Granitfelsen, Moore und Hochlagen auf eine ungewöhnliche geografische Besonderheit: Hier entspringen bedeutende Flüsse, die in unterschiedliche Stromgebiete entwässern.

Vor allem die Gipfel des Hohen Fichtelgebirges machen die Region zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Wintersportler und Naturliebhaber. Mit dem Schneeberg und dem Ochsenkopf besitzt das Gebirge sogar zwei Gipfel mit mehr als 1.000 Metern Höhe.

Das Fichtelgebirge in Zahlen

Einige Kennzahlen zeigen bereits, wie außergewöhnlich die Region ist:

Kennzahl Wert
Höchster Gipfel Schneeberg
Höhe Schneeberg 1.053 m
Höhe Ochsenkopf 1.024 m
Höhe Kösseine ca. 940 m
Höhe Großer Waldstein 877 m
Höhe Großer Kornberg 827 m
Höhe Hohe Matze 813 m
Höhenlage des Kulturlandschaftsraums etwa 400–1.050 m
Form des Gebirges hufeisenförmig
Bedeutende Flüsse u. a. Main, Eger, Saale und Naab

Das Bayerische Landesamt für Umwelt beschreibt das Fichtelgebirge als hufeisenförmigen Gebirgszug, der die Selb-Wunsiedler Hochfläche umschließt. Die höchsten Erhebungen liegen im Bereich von rund 1.000 Metern.

Schneeberg: Mit mehr als 1.050 Metern das Dach Frankens

Der Schneeberg ist der höchste Gipfel des Fichtelgebirges und zugleich der höchste Berg Frankens.

Aktuelle Angaben des Naturparks Fichtelgebirge nennen eine Höhe von 1.053 Metern. Damit überragt der Schneeberg den Ochsenkopf um rund 29 Meter.

Der Berg ist nicht nur wegen seiner Höhe interessant. Seine Gipfelregion besitzt eine besondere Geschichte. Über Jahrhunderte wurde der Schneeberg als Signalwarte genutzt; im 20. Jahrhundert befand sich dort ein militärischer Stützpunkt. Erst nach dem Abbau der Umzäunungen 1992/93 wurde der Gipfel wieder allgemein zugänglich.

Heute steht der Bereich besonders für naturverträgliche Erholung. Wanderer und Schneeschuhgeher werden über ausgewiesene Wege geführt, gleichzeitig sollen sensible Lebensräume geschützt werden. Am Schneeberg gilt deshalb ein Wegegebot.

Das „Backöfele“ als Aussichtspunkt

Eine bekannte Sehenswürdigkeit auf dem Schneeberg ist das Backöfele. Die Aussichtswarte ermöglicht weite Blicke über das Fichtelgebirge hinaus.

Bei guter Sicht reicht das Panorama unter anderem in Richtung Frankenwald, Thüringer Wald, Erzgebirge und Kaiserwald.

Besonders eindrucksvoll ist die Nähe zum zweithöchsten Gipfel: Der Ochsenkopf liegt vom Schneeberg aus nur etwa vier Kilometer entfernt.

Ochsenkopf: 1.024 Meter und touristisches Zentrum

Mit 1.024 Metern ist der Ochsenkopf der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges. Er bleibt damit ebenfalls knapp über der 1.000-Meter-Marke.

Während der Schneeberg heute stärker durch seinen Natur- und Schutzcharakter geprägt ist, besitzt der Ochsenkopf eine ausgeprägte touristische Infrastruktur. Rund um den Berg liegen unter anderem die Orte Bischofsgrün, Fichtelberg und Warmensteinach.

Auf dem Gipfel steht der Asenturm, der bereits 1922/23 errichtet wurde. Der Turm gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen des Ochsenkopfs und ermöglicht einen weiten Blick über die Region.

Auch ein markanter Fernsehturm prägt das Gipfelbild. Er wurde Ende der 1950er-Jahre errichtet.

Die höchsten Gipfel des Fichtelgebirges im Vergleich

Neben Schneeberg und Ochsenkopf gibt es zahlreiche weitere markante Gipfel. Eine Auswahl:

Rang Gipfel Höhe
1 Schneeberg 1.053 m
2 Ochsenkopf 1.024 m
3 Kösseine ca. 940 m
4 Großer Waldstein 877 m
5 Großer Kornberg 827 m
6 Hohe Matze 813 m

Die Werte können je nach Quelle und verwendeter Höhenangabe geringfügig variieren. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt beispielsweise für Schneeberg 1.051 Meter, für Ochsenkopf 1.024 Meter, für Kösseine 939 Meter, für den Großen Waldstein 877 Meter und für den Großen Kornberg 827 Meter.

Der Naturpark verwendet für den Schneeberg aktuell 1.053 Meter.

Kösseine: Fast 940 Meter Höhe

Die Kösseine gehört zu den markantesten Felsgipfeln des Fichtelgebirges. Der Naturpark gibt ihre Höhe mit rund 940 Metern an.

Charakteristisch ist der Doppelgipfel aus Großer und Kleiner Kösseine. Die Gipfelregion besteht aus mächtigen Granitblöcken und besitzt einen Aussichtsturm.

Die Kösseine ist außerdem als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Schutzgebiet rund um Große und Kleine Kösseine umfasst laut Naturpark 15,8 Hektar.

Großer Waldstein: 877 Meter und markante Granitlandschaft

Der Große Waldstein erreicht rund 877 Meter. Damit gehört er zwar nicht zu den 1.000-Meter-Gipfeln, ist aber aufgrund seiner Felsformationen und Aussichtsmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil der Fichtelgebirgslandschaft.

Der Waldstein liegt im nördlichen Bereich des hufeisenförmigen Gebirgszugs. Zusammen mit Schneeberg, Ochsenkopf, Kösseine und Kornberg gehört er zu den markanten Gipfeln, die die typische Silhouette des Fichtelgebirges prägen.

Großer Kornberg: 827 Meter

Der Große Kornberg erreicht 827 Meter und bildet einen wichtigen Gipfel im Nordosten des Fichtelgebirges.

Er liegt damit rund 226 Meter unterhalb des Schneebergs. Trotz der geringeren Höhe gehört der Kornberg zu den Gipfeln, die das charakteristische hufeisenförmige Gebirgsmassiv mitprägen.

Hohe Matze: 813 Meter

Die Hohe Matze erreicht 813 Meter und liegt am südöstlichen Ende des Schneebergzugs.

Der Naturpark beschreibt den bewaldeten Felsgipfel als markante Erhebung zwischen Prinzenfelsen, Silberhaus und Wurmlohpass. Von dort eröffnet sich unter anderem ein Blick in Richtung Kösseine.

Nußhardt: Felsen, Aussicht und Naturschutz

Der Nußhardt ist zwar nicht einer der beiden 1.000-Meter-Gipfel, gehört aber zu den landschaftlich interessantesten Erhebungen des Fichtelgebirges.

Am Gipfel treffen Gneis- und Granitfelsen aufeinander. Felsmauern, Felstürme und die sogenannte Nußhardtstube verleihen dem Berg ein besonders charakteristisches Erscheinungsbild.

Der Gipfelbereich ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und umfasst 5,5 Hektar.

Warum das Fichtelgebirge klimatisch besonders ist

Die Höhenlage beeinflusst das Klima erheblich. Der Naturpark beschreibt den westlichen Bereich des Fichtelgebirges als atlantisch geprägt. In den Hochlagen können die Niederschläge mehr als 1.200 Millimeter pro Jahr erreichen.

Auf dem Schneeberg liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur laut Naturpark bei lediglich etwa 3,7 °C.

Das erklärt auch die besondere Bedeutung des Fichtelgebirges für den Wintersport. Gleichzeitig ist die Region nicht ausschließlich auf Schnee angewiesen: Wandern, Mountainbiking, Naturbeobachtung und Ausflüge zu den Granitformationen sind ganzjährig möglich.

Schnee im Fichtelgebirge: Warum die Höhenlagen wichtig sind

Der Höhenunterschied zwischen den Gipfeln und den umliegenden Städten macht sich besonders im Winter bemerkbar. Während in den tieferen Lagen häufig bereits Tauwetter einsetzt, können die Hochlagen noch winterliche Bedingungen aufweisen.

Der Schneeberg liegt mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel und besitzt dadurch deutlich kühlere Bedingungen als die tiefer gelegenen Siedlungsbereiche. Der Naturpark weist darauf hin, dass die Vegetation auf dem Gipfel etwa zwei bis drei Wochen später einsetzt als im Tal.

Für den Wintersport bedeutet das allerdings nicht automatisch Schneesicherheit. Auch im Fichtelgebirge verändern sich Wetterverhältnisse und Schneesaisons. Für aktuelle Wintersportbedingungen sollten deshalb jeweils die lokalen Informationen geprüft werden.

Das Fichtelgebirge als Wasserscheide

Eine weitere Besonderheit liegt nicht auf, sondern unter beziehungsweise neben den Gipfeln: Das Fichtelgebirge ist eine bedeutende Quellregion.

Hier entspringen unter anderem Main, Eger, Sächsische Saale und Naab. Damit fließen die Gewässer aus dem Gebirgsknoten in unterschiedliche Richtungen. Main und Saale beziehungsweise Eger entwässern letztlich in Richtung Nordsee, während die Naab über die Donau zum Schwarzen Meer gelangt.

Der Naturpark spricht außerdem von mehr als 10.000 Quellen im Fichtelgebirge.

Der Weiße Main entspringt am Ochsenkopf in der Nähe des Weißmainfelsens auf etwa 887 Metern Höhe.

Zwölf Gipfel bilden das „Dach Frankens“

Der Naturpark Fichtelgebirge bezeichnet die markanten Erhebungen des Gebirgszugs als „Felsgipfel“ und spricht von zwölf Gipfeln, die das Hufeisen bilden.

Schneeberg und Ochsenkopf ragen dabei als einzige Erhebungen über die Marke von 1.000 Metern hinaus.

Eine Besonderheit ist der sogenannte Zwölfgipfelblick bei Röslau. Von dort lässt sich das hufeisenförmige Gebirgsmassiv besonders gut überblicken.

Höhenvergleich: Wie hoch sind die Fichtelgebirgs-Gipfel wirklich?

Der Höhenvergleich macht die Dimensionen deutlich:

  • Der Schneeberg erreicht rund 1.050 Meter.
  • Der Ochsenkopf überschreitet mit 1.024 Metern ebenfalls die 1.000-Meter-Marke.
  • Die Kösseine liegt bei rund 940 Metern.
  • Der Große Waldstein erreicht 877 Meter.
  • Der Große Kornberg kommt auf 827 Meter.
  • Die Hohe Matze erreicht 813 Meter.

Das Fichtelgebirge ist damit kein Hochgebirge im alpinen Sinn. Dennoch besitzt es für ein deutsches Mittelgebirge außergewöhnlich hohe und markante Gipfel. Das Bayerische Landesamt für Umwelt ordnet die Region entsprechend als Mittelgebirgslandschaft mit Höhen bis rund 1.050 Meter ein.

Fazit: Zwei 1.000er und zwölf markante Gipfel

Das Fichtelgebirge bietet auf vergleichsweise kleiner Fläche eine bemerkenswerte Konzentration an Bergen, Felsformationen und Quellen.

Der Schneeberg mit rund 1.053 Metern ist der höchste Gipfel und zugleich der höchste Berg Frankens. Der Ochsenkopf mit 1.024 Metern folgt auf Platz zwei und besitzt mit dem Asenturm sowie seiner touristischen Infrastruktur eine besondere Bedeutung.

Dazu kommen die Kösseine mit rund 940 Metern, der Große Waldstein mit 877 Metern, der Große Kornberg mit 827 Metern und zahlreiche weitere Felsgipfel.

Für 2026 bleibt das Fichtelgebirge damit ein interessantes Ziel für Wanderer, Naturfreunde und Wintersportler. Besonders außergewöhnlich ist die Kombination aus Höhenlagen, Granitlandschaft, großen Waldgebieten, Naturschutzflächen und der Funktion als Quellgebiet mehrerer bedeutender Flüsse.

Quellen und weiterführende Informationen