Lindenschwärmer – selten in Deutschland 2026?

Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae), der in weiten Teilen Europas, einschließlich Deutschlands, vorkommt. In der Öffentlichkeit wird die Frage wiederholt gestellt, ob diese auffällige Art in Deutschland selten ist oder ob sie häufiger vorkommt als wahrgenommen wird.

Was ist der Lindenschwärmer?

Der Lindenschwärmer ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von rund 60 bis 80 Millimetern. Die Falter sind unterschiedlich gefärbt – von grünlich über bräunlich bis rötlich – und ihre Raupen ernähren sich vor allem von Linde, aber auch Ulme, Erle oder Birke. Die Imagines sind meist von April bis Juli aktiv. (Wikipedia)

Vorkommen in Deutschland

Entgegen gelegentlicher Beobachtungsmeldungen, in denen Menschen berichten, den Lindenschwärmer kaum je gesehen zu haben, ist die Art in Deutschland nicht grundsätzlich selten. Nach heutigen Daten gilt der Lindenschwärmer als weit verbreitet und vielerorts relativ häufig in geeigneten Lebensräumen wie Parkanlagen, Alleen, lichten Laubwäldern und Gärten. (naturspaziergang.de)

In vielen Regionen Brandenburgs, Baden‑Württembergs, Sachsens oder Bayerns werden sie regelmäßig beobachtet, wenn Linden und andere Futterpflanzen vorhanden sind. (natur-suedwest.de)

Warum erscheinen sie dann selten?

Trotz der weiten Verbreitung berichten viele Naturbeobachter, dass sie den Lindenschwärmer selten zu Gesicht bekommen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Aktivitätszeiten
Die Falter sind vor allem nachts aktiv und tagsüber ruhend, oft hoch oben in Baumkronen oder versteckt im Geäst. Das macht sie für Menschen schwer zu entdecken. (naturspaziergang.de)

2. Flugzeit ist begrenzt
Die Flugperiode dauert in der Regel nur wenige Wochen im Frühjahr und Frühsommer. Beobachtungen konzentrieren sich daher auf eine relativ kurze Zeitspanne. (bkmakro.de)

3. Wahrnehmung vs. Realität
Viele Menschen sehen Schmetterlinge und Falter nur selten, auch wenn sie in ihrer Umgebung regelmäßig vorkommen. Besonders bei nachtaktiven Arten wie dem Lindenschwärmer trifft dies zu. Dies kann den Eindruck erwecken, die Art sei selten, obwohl sie örtlich durchaus häufig ist. (nwv-schwaben.de)

Schutzstatus

Nach aktuellen Informationen ist der Lindenschwärmer in Deutschland nicht als gefährdet eingestuft und steht nicht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Er profitiert davon, dass Linden in vielen Siedlungsräumen weit verbreitet sind. (bkmakro.de)

Fazit

Auch im Jahr 2026 gilt der Lindenschwärmer in Deutschland nicht als seltene Art im biologischen Sinne. Allerdings wird er von vielen Menschen selten wahrgenommen, weil er überwiegend nachtaktiv ist, sich in Baumkronen aufhält und nur in einer begrenzten Flugzeit zu sehen ist. Sichtungen können regional unterschiedlich häufig sein, je nachdem, wie weit verbreitet geeignete Futterpflanzen wie Linden sind.

Quellen und weiterführende Links