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Fit für die kommende Fahrrad-Saison?

Der Frühling hat begonnen und die erste Tour mit dem Fahrrad ist bereits geplant? Nach dem Winter ist der beste Zeitpunkt, das Bike wieder fit für die kommende Saison zu machen. Hier ein paar Tipps zur Pflege und Wartung.

 

 

Technik checken im Radladen

 

Zuerst sollten Radfahrer die Technik des Bikes unter die Lupe nehmen. Funktioniert alles oder ist eine Reparatur fällig? Funktioniert das Fahren und Bremsen, fehlen Leuchtmittel oder müssen Reifen ausgetauscht werden? Auch die Laufräder für das Fahrrad können defekt oder stark verschlissen sein.

Hilfe bieten etwa lokale Fahrradhändler mit Reparaturwerkstatt, bei denen das Bike im Frühjahr eine Komplettdurchsicht bekommt und notwendige Reparaturen durchgeführt werden. Geprüft werden dabei alle sicherheitsrelevanten Teile und bei Bedarf gegen neue ersetzt. Auch das Aufpumpen der Reifen und Einstellen der Schaltung gehören zu einem Frühjahrscheck meist dazu.

Geprüft werden sollten in jedem Fall die Bremsen (Beläge und Scheiben) sowie Bremshebel und der eingestellte Bremsdruck, damit es nicht schon beim ersten Ausflug im Jahr zu einem Unfall kommt. Ebenfalls zum Komplettscheck gehören die Überprüfung von Kette, Schaltung und Federgabel sowie Dämpfer!

 

Reinigung und Pflege

 

Funktioniert die Technik einwandfrei und Verschleißteile wurden bereits ausgetauscht, geht es an die Grundreinigung. Gerade in der kalten Jahreszeit sammelt sich auf dem Lack des Rahmens, aber auch auf den Laufrädern Schmutz an, der sich nur mit einer gründlichen Reinigung entfernen lässt. Zunächst kann man mit einer großen Bürste (Achtung, keine kratzigen Borsten!) den groben Schmutz vom Rad entfernen.

Schwer zugängliche Stellen lassen sich gut mit einer Zahnbürste erreichen. Als Nächstes kommt ein spezieller Bikereiniger zum Einsatz, der etwa die Radspeichen von Fett und anderen Ablagerungen befreit. Der Rest kann mit einem weichen Tuch und etwas warmem Wasser mit etwas Seife abgewaschen werden.

Die zeitsparende Variante mit dem Hochdruckreiniger ist nicht zu empfehlen, da sich damit leicht Feuchtigkeit an unerwünschten Stellen (z. B. in Schaltung oder Lager) festsetzt. Nach dem Säubern erfolgt noch das Trockenreiben, bis alles wieder schön glänzt. Lesetipp: Fahrrad Zitate, schöne Sprüche und Weisheiten

Tipp: Kleine Kratzer lassen sich mit einem Lackstift selber ausbessern. Es gibt Lackstifte in verschiedenen Farben, sodass man diesen passend zur Radfarbe kaufen kann.

 

Kette und Lager einfetten

 

Damit das Bike sprichwörtlich wie geschmiert läuft, ist das Einfetten aller Lager und der Kette zu empfehlen. Damit funktioniert alles reibungslos und störende Geräusche gehören der Vergangenheit an. Das Einfetten kann auch an der Sattelstütze bzw. am Sattelrohr erfolgen, falls dieser sich in der Höhe nur noch sehr schwer verstellen lässt. Kein Fett gehört dagegen an Teile des Lenkers, Schrauben und die Sattelklemme.

 

Sitzt alles fest?

 

Nach vielen Radfahrten können sich einzelne Schrauben lösen und nicht mehr perfekt sitzen. Daher gilt es, vor der ersten Tour alle Schrauben auf einen festen Sitz zu prüfen und bei Bedarf mit einem Drehmomentschlüssel festzuziehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schrauben am Vorbau und Lenker, Bremssattel und Bremsarm, aber auch an den Bremsscheiben. Wer Klickpedale nutzt, sollte auch deren Sitz prüfen.

 

Laufräder und Reifen

 

Felgen und Speichen sollten geprüft werden. Zum einen, ob alle Teile vorhanden sind und keine Speichen fehlen, aber auch, ob die Laufräder ruhig und rund laufen. Das korrekte Ausrichten der Laufräder ist wichtig für ein gleichmäßiges Fahrverhalten. Auch die Reifen sind nach einer Zeit reif für den Austausch.

Kleine Löcher lassen sich mit etwas Flickzeug flicken, Reifen mit größeren Schäden oder porösem Material sollten aber der Sicherheit zuliebe immer sofort ausgetauscht werden. Eine zu geringe Profiltiefe verlängert den Bremsweg und macht ebenfalls einen Austausch nötig.

Luft in den Reifen lässt sich einfach auspumpen, sofern die Ventile nicht defekt sind und keine Löcher im Reifen sind. Hier gilt: Nicht zu fest, aber auch nicht zu weich aufpumpen – ungefähr zwei Bar wäre für die meisten Reifen optimal. Eine Empfehlung für den optimalen Reifendruck ist auf manchen Reifen aufgedruckt.

 

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